Etwas in eigener Sache vom Nightlife1200-Team.

xineohp1506

Mai 3rd, 2019

Wir wurden gefragt, warum wir letzte Woche keine Veranstaltungen gepostet haben. Das möchten ich (bekannt als muftige Großmogulität und Gesicht von Nightlife1200) euch nun erklären.

Gestartet wurde dieses Projekt, weil es nichts Vergleichbares gab. Von der Kneipenzeitung mal abgesehen, welche aber aufgrund des veralteten Mediums nicht in Konkurrenz stand, meiner Ansicht nach.

Ziel war es das Frankfurter Nachtleben in gebündelter Form auf einem modernen Medium mit einer Prise Sarkasmus / Ironie zu präsentieren. Ganz wie das damals von so vielen Frankfurtern geliebte Magazin 1200 es tat. Zu keinem Zeitpunkt kam es mir in den Sinn, dass es so schwer sein wird. Das die Frankfurter Gastronomen sich gegenseitig so bekämpft statt „gemeinsam“ Frankfurt besser zu machen. Dass die alten Seilschaften bis heute noch so gut funktionieren. Das Erneuerung oder besser gesagt neue Ideen auf so wenig Gegenliebe stoßen. Das selbst kostenlose Werbung für Veranstaltung abgelehnt wird, weil man Veranstaltungen „der Konkurrenz“ präsentiert. Dass es so wenig Unterstützung seitens Akteure selbst gibt.

Es will irgendwie einfach nicht mein Kopf. Ich meine Nightlife1200 hat inzwischen eine durchaus beachtliche Reichweite. Die Veranstaltungen werden kostenfrei für die Akteure eingestellt, es genügt ein Link zur Veranstaltung und die Erlaubnis Bilder bzw. Texte zu verwenden. Werbung gibt es so gut wie gar nicht bei Nightlife1200. Unsere Zielgruppe ist sehr spezifisch, auch die präsentierten Veranstaltungen sind lokal und haben eine bestimmte Ausrichtung. Also warum?

Es ist genauso wie die Tatsache, dass die Studenten den Frankfurter Veranstaltung fernbleiben und die Frankfurter den Studentenveranstaltung fernbleiben. Es ergibt einfach keinen Sinn. Es gibt ja, die Kampagne „Frankfurt soll besser werden“. Ehrlich gesagt habe ich außer die Kampagne selbst, davon noch nicht viel wahrgenommen. Wenn Frankfurt wirklich besser werden soll dann müssen alle ran. Es genügt nicht nur eine Kampagne zu haben.

Die Frankfurter sollten aufgeschlossener neuen Dingen gegenüber und auch die gebotenen Sachen annehmen. Die Akteure sollten dringend ihr Denken ändern. Denn Insellösungen bringen keinen was, nur gemeinsam ist es, möglich Frankfurt wirklich besser zu machen. Das gemeinsam bedeutet nicht, dass jeder mit jedem zusammenarbeiten muss, dafür sind die Gräben viel zu tief. Es würde im Grunde schon ein gesundes Konkurrenzdenken genügen.

Das Ganze gilt aber, nicht nur für die Privatwirtschaft bzw. für die Frankfurter, sondern auch für das Rathaus und die städtischen Betriebe.

In diesem Sinne, geht feiern.

PS: Jörg Kah hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich irgendwie die eigentliche Antwort ausgelassen habe. Im ursprünglichen Text war sie auch enthalten. Ist aber aufgrund des vielen redigierens herausgefallen. Der ursprüngliche Text war auch zu extrem um ihn so zu veröffentlichen. Auch bei diesem Text habe ich Sicherheitshalber Bernd Hesse gebeten drüber zu schauen. An dieser Stelle Danke noch einmal dafür.

Aber, um die Frage zu beantworten, es gab in der vergangenen Woche zwei Vorfälle, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, die mich wirklich überlegen lassen haben, das Projekt zu beenden. Ob, ich es fortführe habe ich noch nicht entschieden.